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Henry's Songbook

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Evil Angels

  • Judy Small
  • And there were
    Evil angels watching in the night
    Evil angels dancing in the firelight
    Evil angels marking every move
    Now it's those evil angels who have everything to prove

    It's everybody's nightmare, to stand alone accused
    To be thrown into prison for a crime you didn't do
    It's everybody's nightmare and it happened to you
    Now a nation stands convicted for the crime it put you through
    This country's a democracy with all that that entails
    Like innocent till proven guilty, guaranteed fair trials
    But all that was forgotten when the cry went up that night
    Torches in the dark imaginations burning bright

    For more than five long lonely years you fought to clear your names
    You sat in court and listened to conflicting expert claims
    And your faith was what sustained you though they tried to break you down
    While dingo jokes flew round the world and rumours whipped the towns
    A sacrifice there'd been in the wilderness that night
    You'd dressed the child in black, it was a dark satanic rite
    And the jury found you guilty - it had been already said
    On the streets and on the broadcasts and in everything we read

    And then it seemed a miracle that freed you from your cell
    And experts were embarrassed as their theories tripped and fell
    And the court declared you innocent but the damage had been done
    Your lives will never be the same nor will the lives of your young sons
    It's everybody's nightmare, to stand alone accused
    To be thrown into prison for a crime you didn't do
    It's everybody's nightmare and justice was a sham
    There was a sacrifice in the wilderness and Lindy was the lamb

Susannes Folksong-Notizen

  • [1988:] Der Mythos vom Teufelsdingo [entstanden aus einer Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Totems, lebend in einer Höhle des Uluru/Ayers Rock] scheint in unserer Zeit einen eigentümlichen Nachhall gefunden zu haben, und zwar im Fall von Mrs. Lindy Chamberlain. Mrs. Chamberlain, die Frau eines Adventisten-Geistlichen, besuchte mit ihrem Mann und drei Kindern, darunter auch dem Baby Azaria, im August 1980 den Ayers Rock. Azaria auf dem Arm, ging sie in die Höhle der Mutter Bulari und stand dort einem Dingo gegenüber, von dem sie später sagte: "Er schien einen Anspruch auf das Baby zu haben." In jener Nacht, so erzählten die Chamberlains ihren Nachbarn auf dem Campingplatz an der Ostseite des Berges, sei ein Dingo in das Nylonzelt der Familie eingedrungen, in dem Azaria und ihr jüngerer Bruder schliefen, und mit dem Baby zwischen den Zähnen wieder herausgelaufen. Als Lindy Chamberlain schrie, sei er in den Sandhügeln hinter dem Zelt verschwunden.

    Im folgenden Jahr waren die Chamberlains Gegenstand internationaler Sympathien, aber auch eines hartnäckigen Verdachts. Von der Presse wurde das bösartige Gerücht lanciert, daß der Name Azaria "Opfer in der Wüste" bedeute und daß die Chamberlains, von alttestamentarischem Fanatismus getrieben, ihre Tochter im Herzen der australischen Wildnis geopfert und die Tat auf den Dingo geschoben hätten. Doch in einem vom Fernsehen übertragenen Urteil machte der Untersuchungsrichter von Alice Springs diesen ungeheuerlichen Vermutungen ein Ende. Sein Urteil lautete, daß Azaria von einem Dingo getötet und ihre Leiche vermutlich von einem europäischen Dingo-Liebhaber gefunden worden war, der das Kind begrub und die Kleider an einen Ort legte, wo man sie leicht finden konnte, und der die Suchtrupps in eine falsche Richtung lockte, so daß man die Suche nach den Überresten des Kindes abbrechen würde.

    Ein Jahr nach dem Verschwinden von Azaria wurde der Wagen Pastor Chamberlains von der Polizei beschlagnahmt - unter anderem aufgrund neuer gerichtsmedizinischer Befunde eines Engländers, der die Kleider aus der Bulari-Höhle untersucht hatte. Die Polizei des Nordterritoriums untersuchte den Wagen und entdeckte eine Menge Blut hinter den Türverkleidungen. In Alice Springs wurde eine zweite Untersuchung anberaumt und Lindy Chamberlain des Mordes an ihrer Tochter Azaria angeklagt. Ihr Mann wurde der Beihilfe nach erfolgter Tat beschuldigt. Weil man in Alice Springs einen fairen Prozeß für unmöglich hielt, verlegte man ihn in die tropische Hauptstadt Darwin. Die Version der Anklage lautete, daß Lindy Chamberlain die Kehle ihrer Tochter auf dem Vordersitz des Familienautos durchschnitten und die Geschichte mit dem Dingo erfunden habe. Das Baby habe die ganze Zeit tot in der Limousine gelegen, während der Suchtrupp mit 300 Leuten die Sandhügel durchkämmte. Weiter behauptete die Anklage, daß die Chamberlains Azarias Leiche später in der Nacht begraben hätten. Dann hätten sie einige ihrer blutgetränkten Kleider mit Scheren zugerichtet, um die Spuren von Dingozähnen vorzutäuschen.

    Im November 1982 befand man Lindy Chamberlain des Kindsmords an ihrer Tochter für schuldig und verurteilte sie zu lebenslanger Freiheitsstrafe. 1986 wurde sie nach einem Berufungsverfahren freigelassen. Das merkwürdige Verschwinden Azarias gibt aber immer noch Rätsel auf. (Keneally, Merian Australien 118)

Quelle: Australia

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Henry
 Sammlung : Susanne Kalweit (Kiel)
Layout : Henry Kochlin  (Schwerin)

aktualisiert am 27.10.1999